Brauchtum in den Alpen
Der Gast erlebt im Berchtesgadener Land tiefverwurzelte
Tradition und gelebtes Brauchtum: Palmtragen am
Palmsonntag, Maibaumaufstellen, Berg-, Alm- und
Trachtenfeste, Wallfahrten, Almabtrieb, Kramperl- und
Buttenmandllaufen, Weihnachts- und Silvesterschiessen.
Nikolauslauf am 05. 06.
Dezember durchführungssicher
am 05.12 ab 14:00 Uhr im
Markt Berchtesgaden.
Der Palmsonntag,
28.3.2010 war schon immer tief im bayerischen Volksleben
verwurzelt.
Gerade im Berchtesgadener
Land, in dem sich viele Traditionen besonders ursprünglich
erhalten haben, wird dieser Tag farbenfroh und fröhlich
wie eh und je. Einige Zeit vorher wird der Palmbaum
geschnitten und die bunten “Gschabertbandl” ( gefärbte
dünne Holspäne ) gefertigt. Die oberen Äste des Palmbaums
werden geschlitzt und je ein Ast Buchs-, Zeder- oder
Segenbaum hineingesteckt. Diesen Zweigen werden besondere
Kräfte zugeschrieben. So sollte früher dieses Gewinde
gegen Hexenspuk und Zauberei geschützt haben. Einen
Segenbaumstrauch vor dem Haus wurde Wirkung gegen
Blitzschläge nachgesagt.
Die geschmückte “Palmbuschen” werden am Palmsonntag,
früher nur von Buben, heutzutage auch von Mädchen zur
Weihe in die Kirche getragen und danach auf die Felder,
unter den Dachfirst und auch in den Herrgottswinkel
gesteckt, um dort ihre segenbringende Wirkung zu
entfalten. Der Palmbaum ist eigentlich nichts anderes als
der alte Grünzweig, der das Wachstum und die Kraft der
Natur im Frühjahr symbolisiert. Im Gegensatz zum Grünzweig
erhält der Palmbaum seine Wirkung erst durch die
kirchliche Segnung.
Die feschen Buben und
Mädchen, sowie die stolzen Eltern sind bei der Palmenweihe
meist in der Landestracht gekleidet. Die Männer und Buben
in den Lederhosen oder der festlichen schwarzen Hose mit
dem üblichen Janker (Trachtenjacke) und dem Trachtenhut.
Die stolzen Mädchen und Frauen in der Berchtesgadener
Tracht oder im Dirndlgwand.
Eine Gelegenheit für die
Gäste des Berchtesgadener Landes ein Stück unseres
Brauchtums kennen zu lernen.
Die Uhrzeiten der
Palmenweihe sind an den verschiedenen Kirchen angeschlagen
oder auch im Berchtesgadener Anzeiger, sowie im
Kirchenanzeiger nachzulesen.